Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung ist eine vorsorgliche schriftliche Erklärung, die die Wünsche einer medizinischen Behandlung eines Erkrankten festlegt. Im Fall einer schweren Krankheit oder nach einem Unfall legen Sie durch eine Patientenverfügung fest, welche Behandlung Sie in Anspruch nehmen möchten bzw. ob Sie gar keine Behandlung mehr wünschen. Bei der Frage nach lebenserhaltenden und lebensverlängernden medizinischen Maßnahmen kann eine solche Verfügung ausschlaggebend sein.

Beim Verfassen der Patientenverfügung müssen Sie keine bestimmte Form einhalten. Sie ist ohne eine notarielle Beglaubigung gültig, Ihre Unterschrift ist allerdings unbedingt nötig. Der Text sollte regelmäßig, zum Beispiel jährlich durch ein Datum und Ihre Unterschrift bestätigt werden. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Verfügung auch gefunden wird. Sie sollte an einem zentralen Ort in Ihrer Wohnung zu finden sein und kann auch in das Vorsorgeregister eingetragen werden.

Falls Sie in Folge einer Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr in der Lage sind, sich auseichend selbst zu versorgen, wird durch das Vormundschaftsgericht ein Betreuer für Sie eingesetzt. Sie haben das Recht, diese Person zu bestimmen und durch eine Betreuungsverfügung festzulegen. Sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens darüber.

Die Vorsorgevollmacht gilt für den ähnlichen Fall. Die von Ihnen bestimmte Person kann aber sofort für Sie handeln, ohne den Weg über das Vormundschaftsgericht zu gehen.

Diese Person Ihres besonderen Vertrauens ist mit der Durchsetzung Ihrer Interessen betraut und kann auch dafür sorgen, dass die Bestimmungen der Patientenverfügung eingehalten werden.

Weitere Informationen hierzu und Formulare zum Download finden Sie auf den Internetseiten www.bmj.de, www.caritas.de oder www.aerztekammer-bw.de.

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